Coworking & Co. – Potentiale für ländliche Räume

Neue Formen der Arbeit, Home Office, Pendeln, Co-Working, all das ist nicht erst seit Corona-Krise in der Diskussion, die Diskussion hat jetzt aber nochmal Fahrt aufgenommen. Wie wir arbeiten und uns miteinander verbinden bestimmt auch sehr stark unser Lebensumfeld. Co-Working in ländlichen Räumen hat dabei einen besonderen Blick verdient, weil es einen Daseinsvorsorge-Faktor darstellen kann, über den reinen Arbeitsplatz hinaus. Co-Working Spaces können einen integrativen Zweck erfüllen, weil Co-Working das Potential hat:

  • die Attraktivität ländlicher Räume zu steigern, indem Ortskerne belebt und Leerstand genutzt wird;
  • die Lebensqualität der Menschen, die in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf wohnen, zu erhöhen;
  • die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zu verbessern;
  • Menschen zu ermächtigen, indem sie sich Räume für Austausch, Kultur und Vernetzung schaffen, wo diese nicht (mehr) vorhanden sind;
  • Das Innovationspotential strukturschwacher Regionen und die Gründungsbereitschaft zu fördern und auch für ansässige Selbstständige und KMUs neue Möglichkeiten der Vernetzung und Zusammenarbeit eröffnet.
Co-Working auf dem Land ist Standortpolitik!

Co-Working ist im Land oft auch eingebunden in größer angelegte Projekte, zusammen mit z.B. Co-Living oder Worcation oder der Instandsetzung alter Gebäude.  Gleichzeit bestehen für Co-Working-Spaces in ländlichen Räumen besondere Herausforderungen, die anders sind als in Städten. Zum einen gibt es ordnungsrechtliche Schwierigkeiten, bei Umnutzungen, temporären Nutzungen o.ä., auf der anderen Seite ist Finanzierung, zum Beispiel bei der Nutzung alter Gebäude, nicht immer einfach zu ermöglichen und eine gewisse Anlaufzeit muss finanziert werden.

Wenn wir davon ausgehen, dass Co-Working-Spaces einen Ermöglichungsraum für Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen darstellen, dann lohnt es sich, gesetzliche Hürden abzubauen und eine gezielte Förderung auszugestalten. Darüber haben wir in dem Fachgespräch „Coworking & Co. – Potentiale für ländliche Räume eröffnen“ mit unseren Gästen diskutiert.

Als externe Gäste waren mit dabei:

Martin French
Referent für Wirtschaftsförderung Landkreis Rostock GmbH, Gründungsmitglied von Smart Doerp e.V.

Kirsten Voß-Rahe
Geschäftsführerin Hof Viehbrook, einem ländlichen Kultur-, Bildungs- und Erlebniszentrum mit einem Coworking-Space und vielem mehr

Jule Lietzau
‚Wissenschaftliche Begleitung und Beratung bei CoWorkLand eG, Mit-Herausgeberin der neuen Bertelsmann-Studie Coworking im ländlichen Raum

Dr. Christian Lieberknecht
Geschäftsführer Gesamtverband der Wohnungswirtschaft, Ansprechpartner für den Themenbereich Stadt und Land

Uns ist es ein Anliegen, dass Co-Working in der Fläche kein Fremdwort bleibt, sondern ein verbreitetes Konzept, von dem Menschen und Regionen profitieren.

Das Video des Fachgesprächs findet ihr hier: