Stadtentwicklung

Die Stadtentwicklung ist in den meisten großen Städten geprägt von gesellschaftlichem Wandel, starkem Zuzug, Flächenknappheit und Wohnraummangel. Darüber hinaus sind Großstädte Orte der Integration von zugewanderten Menschen, aktuell auch von vielen Geflüchteten.

Innovative Mobilitätskonzepte für die dichter werdende Stadt!

Durch die zunehmende Dichte bilden Städte zwangsläufig den Experimentierrahmen für innovative Mobilitätskonzepte, die auf öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV), Radverkehr und attraktive Fußwegebeziehungen setzen. Stadtteile, in denen gezielt auf die Verringerung oder den Verzicht von motorisiertem Individualverkehr (PKW) und statt dessen beispielsweise auf eine gute Infrastruktur für Elektrofahrzeuge gesetzt wird, sind so etwas wie „Zukunftslabore“, in denen Erfahrung gemacht und Mobilität neu gedacht werden kann.

Nutzung von Bund-Länder-Programmen, um benachteiligte Quartiere zu fördern!

Mit Hilfe der Städtebauförderung, wie zum Beispiel dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt, wurde und wird viel erreicht. Stadtteile, die einen besonderen Entwicklungsbedarf haben oder infolge von einseitiger Bewohner*innenstrukturentwicklung im geförderten Wohnungsbau der 1970er-Jahre zu sogenannten sozialen Brennpunkten geworden sind, konnten aufgewertet werden. Häufig wurden dabei partizipative Angebote etabliert.

Diese wirkungsvollen Instrumente müssen verstetigt und fortentwickelt werden, damit sie auch auf neue Entwicklungen Antworten geben können. Dazu gehört beispielsweise die Integration geflüchteter Menschen aus unterschiedlichen Krisenregionen, die bei uns eine Bleibeperspektive haben. Die Erfahrungen mit anderen Zuwanderungsgruppen, die in der Vergangenheit gut integriert wurden, können dabei sehr hilfreich sein.

Bezahlbare Wohnungen für alle, in gut durchmischten Quartieren!

Die Wohnungsbauförderung sollte, wie es in Hessen bereits geschieht, auf Förderinstrumente setzen, die es Kommunen einfach machen, bunt gemischte Quartiere entstehen zu lassen. Dabei muss auch die untere Mittelschicht in den Blick genommen werden. Letzterer fällt es speziell in Großstädten oft schwer, bezahlbare Wohnungen zu finden, obwohl sie eigentlich über ein auskömmliches Einkommen verfügt. Wer mit dem Gehalt eines Krankenpflegers oder einer Polizistin mehr als vierzig Prozent seines verfügbaren Haushaltseinkommens für die Miete ausgeben muss, gerät an die Grenze von Armut. Eine soziale Stadtentwicklung nimmt diese Bevölkerungsgruppe mit in den Blick und schafft entsprechende Wohnquartiere. Dazu braucht es staatlicher Hilfen von Bund und Ländern.