Langer Tag der Stadtnatur

Am Langen Tag der Stadtnatur können wir uns ein Bild von der Natur in unseren Städten machen und davon, wie gut und wichtig sie für unser Leben ist. Sie sind unerlässlich für unser Stadtklima, den städtischen Wasserhaushalt und den Schutz von Tier- und Pflanzenarten.

Attraktive und naturnah gepflegte Freiräume und Freiflächen beeinflussen nicht nur erheblich die optische Attraktivität von Städten, sondern bedienen das grundlegende Bedürfnis nach Erholung. Gerade für Bürgerinnen und Bürger ohne eigenen Balkon oder Garten sind öffentliche Grünflächen und Parkanlagen wichtige Orte, an denen sie sich erholen und durchatmen können. Urbane Grünflächen und Naturräume sind somit ein wichtiger Baustein für mehr Umweltgerechtigkeit in unseren Städten und Gemeinden.

Gleichzeitig können ökologisch hochwertige und diverse Grünflächen helfen, die vermehrt auftretenden Extremwetterereignisse der Klimakrise abzufedern. So wirken Grünflächen bei Starkregenereignissen wie ein Schwamm für die Wassermassen. Bei Hitzewellen übernehmen sie dann zusammen mit Wasserflächen und Frischluftschneisen die Funktion natürlicher Klimaanlagen für unsere Städte. Die Auswirkungen von Hitzewellen werden so für Kleinkinder, ältere und kranke Menschen abgemildert, die für die genannten Gruppen besonders bedrohlich sind.

Leider sind die bisherigen Programme und Pläne der Bundesregierung unverbindlich. Dies zeigt das Beispiel Masterplan Stadtnatur, der keinen konkreten Zeitplan, keine ausreichenden Instrumente und keine Förderprogramme für die Umsetzung enthält. Wir wollen die grüne Infrastruktur in den Städten mit bis zu 800 Millionen Euro fördern und die Grünflächen und Naturerfahrungsräume im Baurecht stärken. So leisten wir einen wirklichen Beitrag zu mehr Umweltgerechtigkeit und Klimaresilienz in unseren Städten.

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